Die Geschichte des Echten Dresdner Christstollens

Die Geschichte des Dresdner Christstollens reicht bis in das Jahr 1400 zurück. Damals wurder der Stollen als sinnbildliche Darstellung eines in weiße Windeln gewickelten Christkindes Striezel genannt. Jenes traditionsreiche Gebäck gab so dem Dresdner Striezelmarkt, der erstmals 1474 in der Stadtchronik erwähnt wurde, seinen Namen.

Nach kirchlichem Dogma durfte der Dresdner Christstollen damals nur aus Mehl, Hefe und Wasser hergestellt werden. Weil der Stollen aber ohne Butter und Milch ein fades Gebäck war, wandten sich Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht mit der Bitte an den Papst, das "Butter-Verbot" aufzuheben. Der heilige Vater ließ sich erweichen und sandte ein als "Butterbrief" in die Geschichte eingegangenes Schreiben, dass bei Zahlung einer Buße "mit gutem Gewissen und Gottes Segen" auch Milch und Butter für den Stollen verwendet werden dürfen.

Seitdem verfeinern die Meister das Dresdner Weihnachtsgebäck ständig. Diesen Genuss ließ sich auch das sächsische Königshaus nicht nehmen. Seit 1566 übergaben die Dresdner Bäcker ihrem Landesherrn zum heiligen Fest einen Weihnachtsstollen mit einem Gewicht von 36 Pfund. Die Kraft von acht Meistern und acht Gesellen war nötig, um den Stollen zum Schloss zu tragen. Knapp 200 Jahr später übertraf Kurfürst August der Starke alles bisher Dagewesene. Er ließ von der Bäckerzunft Dresdens, aus Anlass des Zeithainer Lustlagers, einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen für rund 24.000 Gäste backen. An dieses Ereignis erinnert das jährlich im Dezember in Dresden stattfindende Stollenfest.

Der Dresdner Christstollen hat seine heutige Qualität erst in unserem Jahrhundert durch den steigenden Wohlstand und die damit mögliche Verarbeitung edler und hochwertiger Rohstoffe erreicht. Bald wurde er in alle Welt versand. Fortan erfüllt das Gebäck so manchen Weihnachtswunsch und überbringt einzigartige Grüße aus Dresden und seiner Umgebung.

Auch wenn es ein Grundrezept für die Herstellung des Original Dresdner Christstollens gibt, hat doch jeder Bäcker- oder Konditormeister sein vererbtes Familiengeheimnis. Eines aber findet sich in jedem Handwerksbetrieb: Hohes fachliches Können, erlesene Zutaten aus fernen Ländern und geheimnisvolle Gewürze verschmelzen hier zum meisterhaften Backwerk.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Fest und guten Appetit.

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